Einblicke: Ideenhacking für deine Jobvision
- Angelika Stehle

- vor 12 Stunden
- 3 Min. Lesezeit

Ein Tag zum Sortieren, Nachdenken und Neuausrichten
Viele Menschen kommen irgendwann an einen Punkt, an dem der Job zwar funktioniert, sich aber nicht mehr richtig anfühlt. Die Aufgaben sind bekannt, die Abläufe routiniert – und trotzdem fehlt etwas. Sinn, Entwicklung, vielleicht auch einfach die Lust. Genau für Menschen in dieser Lebensphase zwischen 40 und 55 ist der Workshop Ideenhacking für deine Jobvision in der Jobwerkstatt entstanden.
Es ist kein klassischer Karrierekurs und kein Coaching mit schnellen Lösungen. Vielmehr ist es ein bewusster Raum, um innezuhalten, die eigene Situation ehrlich zu betrachten und neue berufliche Perspektiven entstehen zu lassen – ohne Druck, ohne fertige Antworten.
Ein ruhiger Start statt Leistungsmodus
Der Workshop beginnt um 10 Uhr ganz entspannt bei Kaffee oder Tee. Dieses bewusste Ankommen ist kein Zufall. Viele Teilnehmerinnen kommen direkt aus einem durchgetakteten Alltag, aus Verantwortung, Tempo und Erwartungen. Bevor es inhaltlich losgeht, darf erst einmal Ruhe einkehren. Gespräche entstehen von selbst, müssen aber nicht. Alles darf, nichts muss.
Die Gruppe ist bewusst klein gehalten. Das schafft Sicherheit und ermöglicht ein konzentriertes, fast schon stilles Arbeiten. Gerade für Menschen, die analytisch denken, reflektiert sind oder sich in großen Gruppen schnell zurückziehen, ist dieser Rahmen ideal.

Vormittag: Klarheit durch Selbstreflexion
Am Vormittag liegt der Fokus vollständig auf der eigenen Person. In geführten Reflexionsübungen und Analysen arbeiten die Teilnehmerinnen überwiegend für sich allein. Es geht darum, den eigenen beruflichen Weg bewusst zu betrachten: Was habe ich gelernt? Was hat mich geprägt? Wo liegen meine Fähigkeiten – und welche davon nutze ich eigentlich kaum noch?
Dabei wird nicht bewertet und nicht verglichen. Jede arbeitet in ihrem Tempo. Die Gruppe dient als ruhiger Resonanzraum, nicht als Leistungsbühne. Genau diese Mischung aus Struktur und Freiheit ermöglicht es, sehr ehrlich mit sich selbst zu werden.
Viele erleben diesen Teil als ungewohnt intensiv. Denn im Alltag fehlt oft genau dieser Raum, um sich wirklich mit den eigenen Interessen, Talenten und inneren Antreibern zu beschäftigen. Im Workshop darf all das nebeneinander stehen – auch Widersprüche und Zweifel.
Abstand schafft neue Perspektiven
Nach dem gemeinsamen Mittagessen verändert sich oft die innere Haltung. Gedanken, die am Vormittag noch schwer oder diffus waren, beginnen sich zu ordnen. Abstand wirkt. Gespräche entstehen beiläufig, neue Sichtweisen öffnen sich ganz ohne Methode.
Nachmittag: Ideen entstehen lassen
Am Nachmittag wechseln wir bewusst den Fokus. Jetzt geht es ins eigentliche Ideenhacking. Die zuvor gesammelten Erkenntnisse werden miteinander verknüpft, erweitert und neu gedacht. Es geht nicht darum, sofort eine konkrete Jobentscheidung zu treffen, sondern Möglichkeiten sichtbar zu machen.
Besonders wertvoll ist dabei die Vielfalt der Gruppe. In diesem Workshop kamen Menschen aus ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen zusammen: Organisationsentwicklung, Fotografie, Textarbeit, Vertrieb und Selbstständigkeit im Pharmabereich. Diese Unterschiedlichkeit öffnet Denkweisen und zeigt sehr klar, dass es nicht den einen linearen Weg gibt. Oft entstehen gerade durch fremde Perspektiven die spannendsten Ideen.
Am Ende des Tages verlässt jede Teilnehmerin den Workshop mit einer klareren Jobvision. Nicht als starres Ziel, sondern als Richtung. Etwas, das sich stimmig anfühlt und weitergedacht werden will.

Worum es wirklich geht
Im Kern geht es im Ideenhacking-Workshop um Potenzialentfaltung. Viele Menschen haben im Laufe ihres Berufslebens gelernt zu funktionieren, aber verlernt, ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen ernst zu nehmen. Der Workshop schafft einen Raum, in dem genau das wieder möglich wird – ruhig, strukturiert und auf Augenhöhe.
Und danach?
Nach dem Workshop wurde sehr deutlich: Der Wunsch nach Austausch endet nicht mit dem Tag. Viele Teilnehmerinnen möchten dranbleiben, tiefer eintauchen und konkrete Entscheidungen vorbereiten. Genau daraus ist die Idee für den zweiten Workshop entstanden.
Im nächsten Schritt wird es darum gehen, die eigene Jobvision weiter zu schärfen, Entscheidungen zu treffen und zu klären, wie der Weg dorthin realistisch organisiert werden kann. Parallel bauen wir den Community-Bereich der Jobwerkstatt aus – einen Space für Austausch, Inspiration und Verbindung unter Menschen, die sich in ähnlichen Umbruchsphasen befinden.
Nächster Termin
Der nächste Ideenhacking Workshop findet am 21.03.2026 statt.
Wenn du spürst, dass es Zeit ist, dich beruflich neu zu sortieren oder deiner inneren Stimme wieder mehr Raum zu geben, melde dich gern bei mir. Fragen, Unsicherheiten oder einfach Neugier sind herzlich willkommen.




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